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Welcher Ayurveda Konstitutionstyp bist Du?

Als Grundlage jeder ayurvedischen Beratung dient die Bestimmung Deiner Konstitution (Prakriti). Das ist wichtig, um Dir passende, individuelle Empfehlungen zu Deiner Ernährung, Lebensstil, geeignete sportliche Aktivitäten, ja sogar evt. zur Berufswahl geben zu können. Die Empfehlungen dienen Dir, dass Dein Leben nicht aus dem Gleichgewicht gerät und Du Deine Gesundheit bestmöglich erhalten kannst.

Im vorigen Ayurveda Artikel konntest Du bereits einen Einblick in die verschiedenen Konstitutionstypen im Ayurveda erfahren. Auch die Begriffe „Dosha“ und  „Vata“, „Pitta“ und „Kapha“ sind für Dich nun keine Fremdwörter mehr.

Die eigene Konstitution zu bestimmen ist kein einfaches Verfahren, da viele Faktoren eine Rolle spielen und im Zusammenhang betrachten werden müssen.  Am sinnvollsten ist es hierfür mit einem Ayurveda-Arzt einen Termin zu vereinbaren. Dieser würde in einem Gespräch veschiedene Faktoren abfragen. Einige Attribute würde er äußerlich schon erkennen. Doshas, die das Verhalten prägen, würde er z.B. erörtern, in dem er Dir Situationen schildert und Dich fragt, wie Du wohl darauf reagieren würdest.

Damit Du aber, auch ohne ayurvedische Konsultation, schon mal  eine grobe Vorstellung Deiner Konstitution (also welches oder welche Doshas bei Dir vorherrschen) bekommst, habe ich Dir hier einen einfachen „Test“ zusammengestellt.

Download hier: Ayurveda Prakriti-Test

 

Durch das Ankreuzen der auf Dich zutreffenden Punkte und anschließendes Auszählen der Kreuze in den Spalten: Vata , Pitta und Kapha hast Du schon mal etwas an der Hand, womit Du Deine  Konstitution bestimmen kannst.

Wichtig beim Test ist, dass Du beim Beantworten der Fragen nicht nach Deinem aktuellen Zustand gehst! Warum? Der Fragebogen dient der Ermittlung Deiner ursprünglichen Konstitution „Prakriti“. Aktuell könnten bei Dir Doshas aus dem Gleichgewicht geraten sein und Dein Ergebnis, zur Bestimmung Deiner eigentlichen Konstitution, wäre verfälscht. (Für Deinen aktuellen Zustand „Vikriti“ gibt es einen weiterer Fragebogen, den Du im nächsten Ayurveda Artikel finden wirst, mit dem Du dann Veränderungen und eventuelle Störungen feststellen kannst.)

Wichtig für die Bestimmung  Deiner eigentlichen Konstitution ist, dass Du beim Beantworten der Fragen gedanklich ein Stück in die Vergangenheit reist. Welche Merkmale waren über einen langen Zeitraum konstant vorhanden? Erinnere Dich zum Beantworten bestmöglich an Deine Kindheit/ die Zeit als Jugendliche/-r, denn hier war Deine Konstitution am stärksten ausgeprägt.

Es werden nicht immer Merkmale aus einer Kategorie auf Dich zutreffen. Setze einfach nur Kreuze bei eben den Sachen, die Zutreffend für Dich sind, und zähle die Punkte zum Ende zusammen.

Viel Spaß beim Ausprobieren. Bei Fragen kannst Du Dich gerne an mich wenden.

Weiterführende Literatur:

Praxis Handbuch „Das NEUE Ayurveda“*

Vata, Pitta, Kapha!? Wat´n dat?

Jeder Mensch hat eine eigene Konstitution (Prakriti = Natur). Die Konstitutionstypen im Ayurveda sind geprägt von den Doshas: Vata, Pitta und Kapha. Sie bilden unsere individuelle Persönlichkeit, so ist jeder von uns einzigartig. Das heißt, in jedem von uns sind die Doshas vorhanden, doch sind unterschiedlich stark,  auf unterschiedlichen Ebenen ausgeprägt.

Ein Dosha ist eine Bioenergie/ein Grundfunktionsprinzip und setzt sich jeweils aus zweien der 5 Elemente zusammen. Doshas sind verantwortlich für unsere biologischen und psychischen Prozesse. Sowohl für die unseres Körper,  unseres Geistes als auch unseres Bewusstseins.

Somit spiegelt sich in unserer körperlichen Erscheinung und in unserem Verhalten unsere persönliche Doshaverteilung wieder. Sind die Kräfte in einem Gleichgewicht, sind wir gesund, entsteht ein Ungleichgewicht, können Krankheiten entstehen.

Welche Krankheiten entstehen, hängt z.B. mit dem entsprechenden Dosha zusammen, dass aus dem Gleichgewicht geraten ist, da es sich „erhöht“ hat/zu viel geworden ist.

In diesem Artikel möchte ich Dir erst mal „nur kurz“  die Doshas vorstellen, damit Du eine Vorstellung von der Thematik bekommst. Einen allgemeinen Abriss konntest Du bereits [hier] lesen. In weiteren Artikeln werde ich dann tiefer in die Bereiche mit Dir einsteigen.

Vata

ist das Bewegungsprinzip.

Elemente: Raum und Luft.

Vata zeigt sich beim Menschen auf körperlicher Ebene z.B. durch einige der folgenden Attribute:  hoch gewachsen, sehr schlank, feingliedriger Körper oder  feine, trockene Haare.

Auf geistiger Ebene fördert Vata z.B. Kreativität, Kommunikationsfähigkeit und Flexibilität

Ein Ungleichgewicht durch zu viel Vata würde sich zeigen u.a. durch:

  • Störungen im Bewegungsapparat, trockene Schleimhäute, Verstopfung.
  • Ängste, Schlafsörungen, Nervosität.

Pitta

ist das Umwandlungsprinzip.

Elemente: Feuer und Wasser.

Pitta zeigt sich beim Menschen auf körperlicher Ebene z.B. durch einige der folgenden Attribute:  mittlere Größe, sportlicher Körperbau, eine gut durchblutete Haut oder neigt zu Sommersprossen.

Auf geistiger Ebene fördert Pitta z.B. Intelligenz, Durchsetzungskraft und Humor.

Ein Ungleichgewicht durch zu viel Pitta würde sich zeigen u.a. durch:

  • Entzündliche Hautkrankheiten, Nachtschweiß, Gastritis.
  • Wut bis hin zu Hass, Eifersucht, übermäßiges kritisieren.

Kapha

ist das Stabilitätsprinzip.

Elemente: Wasser und Erde.

Kapha zeigt sich beim Menschen auf körperlicher Ebene z.B. durch einige der folgenden Attribute: einen starken Körper, kräftiges Haar, große Augen.

Auf geistiger Ebene fördert Kapha z.B. Gelassenheit, innere Ruhe und Geselligkeit.

Ein Ungleichgewicht durch zu viel Kapha würde sich zeigen u.a. durch:

  • Übergewicht, Antriebslosigkeit, Krankheiten die mit Verschleimung einhergehen.
  • Gier, Neid, Menschen/Dinge nicht loslassen zu können.

Im nächsten Ayurveda Artikel wird es darum gehen, wie Du selbst – mit Hilfe eines Fragebogens – Deinen Konstitutionstypen bestimmen kannst.

Weiterführende Literatur:

Praxis Handbuch „Das NEUE Ayurveda“*

Die 3 Doshas und die 5 Elemente

In diesem Beitrag findest Du einen kurzen Abriss über die 3 Doshas und die 5 Elemente aus dem Ayurveda. Sie spielen im Ayurveda eine grundlegende Rolle und hier bekommst Du schon mal einen kleinen Überblick. In folgenden Beiträgen werde ich noch mal ausführlicher auf die einzelnen Doshas und Elemente eingehen.

Die 3 Doshas

Im Ayurveda gibt es 3 energetische Wirkprinzipien (Doshas). Sie heißen Vata, Pitta und Kapha und geben dem Menschen seine individuelle Konstitution. Stehen die Doshas in einem Gleichgewicht zueinander ist der Mensch gesund, herrscht allerdings ein Ungleichgewicht, führt dies zu Krankheiten.

Vata ist als Prinzip der Bewegung für alle Bewegungsvorgänge im Körper zuständig, wie z.B. die Bewegung der Muskulatur und somit an allen dynamischen Prozessen beteiligt.

Pitta ist als thermisches Prinzip für Umwandlungsprozesse zuständig, wie z.B. die Verarbeitung von Nahrung oder auch die Körpertemperatur.

Kapha erhält als Prinzip der Struktur und Stabilität alles aufrecht, z.B. schmiert die Gelenke und den Darm für reibungslose Bewegungsabläufe

Die einzelnen Doshas haben unterschiedliche Eigenschaften.

Durch z.B. Nahrungsmittel können die Doshas gestärkt, vermindert, ausgeglichen werden.

Warum?

Nahrungsmittel besitzen ebenfalls Eigenschaften der Elemente, die Ihnen zugeordnet sind. Durch diese Zuordnung kann man gezielt Nahrungsmittel auswählen, die für die z.B. Verminderung, eines zu sehr gesteigerten Doshas, verwendet werden können.

In einem folgenden Artikel werden die einzelnen Doshas und die Eigenschaften der Elemente noch einmal vertieft und intensiver behandelt.

Wenn Du Dich parallel mehr zu dem Thema einlesen möchtest, empfehle ich Dir das Praxis Handbuch „Das NEUE Ayurveda“*.

Die 5 Elemente

Die 5 Elemente sind Luft, Feuer, Wasser, Erde und Äther. Sie Unterscheiden sich durch ihre Dichte, ob sie kalt oder heiß sind und ihre weiteren Eigenschaften.

Beispiele um die Elemente mit einigen ihrer Eigenschaften zu veranschaulichen:

Das Element Luft ist besonders stark an der Nordsee zu spüren, auf der Haut kann sich der Wind rau und kalt anfühlen. Oder: Hängt frische Wäsche auf der Leine, bläst der bewegliche Wind sie trocken.

Die Kraft des Feuers ist in der Wüste gut zu sehen, es ist heiß und die Hitze verbrennt die Luft, man sieht ein feines, bewegliches Flimmern.

Das Element Wasser sieht und spürt man, wenn man z.B. in einem See badet. Das Wasser ist angenehm kalt und feucht und die Oberfläche ist glatt.

Das Element Erde ist in der Gartenarbeit sehr präsent. Gräbt man mit den Händen eine Mulde, fühlt sich die Erde kalt an, man hat auch grobe, feste Erdbrocken in den Händen, die sich trocken anfühlen.

Das Element Äther ist der Raum, Äther ist somit überall in der Natur präsent. Im Herbst, wenn es kalt wird und die Blätter trocken und leicht zu Boden fallen. Im Äther findet bewegliche Aktivität und Kommunikation statt, wodurch alle Phänomene miteinander verbunden werden.

 

 

Weiterführende Literatur:

Praxis Handbuch „Das NEUE Ayurveda“*